Leinkraut: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Kräuter-Frieda zum Leinkraut)
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Das Leinkraut (Linaria vulgaris) ist eine Pflanze aus der Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse).  
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Das Leinkraut (Linaria vulgaris) ist eine Pflanze aus der Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse).  
 
Die auffälligen Blüten des gemeinen Leinkrauts finden sich oft an trockenen Wegesrändern oder Bahngleisen. Mit ihren großen, gelben Lippen und dem Sporn erinnern sie an das Löwenmäulchen – mit dem sie auch verwandt sind. Die Blüten werden von Hummeln und Bienen besucht, und sind durch einen besonderen Mechanismus auch nur durch diese zu öffnen: die Unterlippe drückt sich sonst fest gegen die Oberlippe und schützt den kostbaren Nektar vor Ausbeutern, die die Pflanze nicht bestäuben würden. Mancher gröbere Geselle schafft es dennoch, ohne Gegenleistung an den Nektar zu kommen: indem er einfach ein Loch in die Blüte beißt.
 
Die auffälligen Blüten des gemeinen Leinkrauts finden sich oft an trockenen Wegesrändern oder Bahngleisen. Mit ihren großen, gelben Lippen und dem Sporn erinnern sie an das Löwenmäulchen – mit dem sie auch verwandt sind. Die Blüten werden von Hummeln und Bienen besucht, und sind durch einen besonderen Mechanismus auch nur durch diese zu öffnen: die Unterlippe drückt sich sonst fest gegen die Oberlippe und schützt den kostbaren Nektar vor Ausbeutern, die die Pflanze nicht bestäuben würden. Mancher gröbere Geselle schafft es dennoch, ohne Gegenleistung an den Nektar zu kommen: indem er einfach ein Loch in die Blüte beißt.
 
Die Blüte schmeckt süß, die Blätter herb und erbsenähnlich.
 
Die Blüte schmeckt süß, die Blätter herb und erbsenähnlich.
In der Küche wird das Leinkraut gerne als Salat, Spinat oder in Suppen verwendet. Aufgrund seines "erbsigen" Geschmacks rundet es das Wildgemüse in der Steinschaler Küche ab.
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Als Heilkraut hilft das Leinkraut in der Volksmedizin gegen juckende Ausschläge, kleine Wunden und als harntreibendes Mittel.  
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In der Küche wird das Leinkraut gerne als Salat, Spinat oder in Suppen verwendet. Aufgrund seines "erbsigen" Geschmacks rundet es das Wildgemüse in der Steinschaler Küche ab.
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Als Heilkraut hilft das Leinkraut in der Volksmedizin gegen juckende Ausschläge, kleine Wunden und als harntreibendes Mittel.
  
  

Version vom 30. September 2015, 14:46 Uhr

Kräuter-Frieda zum Leinkraut

kleines Löwenmaulchen

Das Leinkraut (Linaria vulgaris) ist eine Pflanze aus der Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse). Die auffälligen Blüten des gemeinen Leinkrauts finden sich oft an trockenen Wegesrändern oder Bahngleisen. Mit ihren großen, gelben Lippen und dem Sporn erinnern sie an das Löwenmäulchen – mit dem sie auch verwandt sind. Die Blüten werden von Hummeln und Bienen besucht, und sind durch einen besonderen Mechanismus auch nur durch diese zu öffnen: die Unterlippe drückt sich sonst fest gegen die Oberlippe und schützt den kostbaren Nektar vor Ausbeutern, die die Pflanze nicht bestäuben würden. Mancher gröbere Geselle schafft es dennoch, ohne Gegenleistung an den Nektar zu kommen: indem er einfach ein Loch in die Blüte beißt. Die Blüte schmeckt süß, die Blätter herb und erbsenähnlich.


In der Küche wird das Leinkraut gerne als Salat, Spinat oder in Suppen verwendet. Aufgrund seines "erbsigen" Geschmacks rundet es das Wildgemüse in der Steinschaler Küche ab. Als Heilkraut hilft das Leinkraut in der Volksmedizin gegen juckende Ausschläge, kleine Wunden und als harntreibendes Mittel.


Frieda weiß zu berichten, dass das Leinkraut in der Region von Kindern gerne als Hatschblume oder Schnotzerl bezeichnet wird.

Dem Leinkraut ist in unserem Südgartenhaus ein Zimmer gewidmet.

wildes Löwenmaulchen